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Wahrhaftigkeit und Liebe: Dein Weg zu Dir (Podcast LebensLiebe, Folge 27)

January 31, 2019

 

 

 

In diesem Podcast und Blog geht es um Wahrhaftigkeit und darum, wie Dir Wahrhaftigkeit hilft, authentisch und ehrlich zu leben. Wie immer, gibt es viele kleine Tipps zum Umgang mit Dir selbst und anderen. 

 

Hallo meine Lieben,

 

wie geht es Euch heute? Wie schön, dass Ihr hier seid.  Ich hoffe von Herzen, dass Ihr gut im neuen Jahr angekommen und ihm mit vielen wundervollen und starken Intentionen begegnet seid. Nun ist ja fast ein Monat vorbei, seit wir Weihnachten gefeiert und das neue Jahr begrüßt haben.

 

Wie habt Ihr das Weihnachtsfest verbracht? Habt Ihr Euch reich beschenken lassen mit Liebe und Herzensumarmungen?

 

Ich gestehe, die Weihnachtsfeiertage und die Tage über die Jahre waren für mich sehr bewegend. Das Fest sowie die Festlichkeiten und Rahmenbedingungen habe ich nie großartig hinterfragt. Für mich gab es das Christkind, Plätzchen, Kerzen und ein wenig Kitsch. Als Kind habe ich die glitzernden Tannenbäume in den Gärten der Menschen gezählt und war einfach glücklich, wenn ich so viele Plätzchen essen durfte, wie ich wollte.

 

Ich habe die Traditionen dahinter nicht näher betrachtet, mich nie mit der Geschichte des Festes befasst und es genommen, wie es war. 

 

Weihnachten und Wahrhaftigkeit

 

Dieses Jahr habe ich das erste Mal angefangen, mich selbst und meine Weihnachtstraditionen näher zu beleuchten. Während dieser Forschung habe ich vieles Lernen dürfen, was ich sehr gerne mit Euch teilen werde. Ich möchte dabei diesen Podcast/Blog aber nicht der Weihnacht widmen, sondern der Wahrhaftigkeit.

 

Denn eines ist mir ganz besonders bewusst geworden, die Zeit der Besinnung ist einer Zeit der Begegnung mit sich und anderen. Es ist eine Chance, Stille zu finden und zu ruhen. Sie gibt Möglichkeiten des Loslassens dessen, was im alten Jahr war und der Begegnung mit dem Neuen, das man sich in sein Jahr wünscht. Aber vor allem ist es eine Phase im Jahr, in der man wahre Offenheit und Ehrlichkeit üben kann. Doch statt dies zu tun, flüchten sich so viele Menschen in Stress, Ausreden und das Polieren von Wahrheiten. 

 

Falls ihr nun denkt, wow, aber Weihnachten ist doch jetzt vorbei und ich bin eigentlich schon im neuen Jahr, dann schaltet gerne ab. Wenn ihr aber Lust habt, Euch einfach mal mit Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit gemeinsam mit mir auseinander zu setzten, dann freue ich mich sehr auf Eure Gedanken dazu.

 

Wahrheit und Wahrhaftigkeit

 

Zu Beginn meines Jahres 2018 bin ich einem Menschen begegnet, der mir sagte: "Mein Thema für dieses Jahr ist Wahrheit." Da dachte ich mir, Ich weiß gar nicht so genau, wo man da anfängt.

 

Wie geht es Dir damit? 

 

Wahrheit ist ehrlich zu sich und anderen zu sein.

 

Für mich ist Wahrheit ehrlich zu sich und anderen zu sein. Das heißt, dass man sich selbst begegnet – ohne zu werten und zu kritisieren. Genau da fängt das Problem vermutlich bei vielen von uns schon an. Denn mal ehrlich: Sind wir wirklich immer fähig, uns ganz anzunehmen, wie wir sind? Ich kann das manchmal, dann wieder nicht. Ich merke, in den Zeiten, in welchen ich am kritischsten mit mir selbst bin, bin ich auch zunehmend kritischer mit anderen. Dann verschwimmt die Wahrheit darüber, was ich sehe und wahrnehme, mit dem, was ich sehen und wahrnehmen möchte. Ich beurteile mich, andere und meine Umstände aus der Situation heraus, in der ich mich aktuell befinde. Ich übe mich sehr stark darin, nicht zu werten, jedem meiner Gegenüber einen Raum für seine und ihre Geschichten zu geben und die Menschen und Situationen zu nehmen, wie sie gerade sind. Aber naja – wie sagt man: Übung macht den Meister. – Ich übe. 

 

Warum also Wahrhaftigkeit statt Wahrheit. Weil ich glaube, dass Wahrhaftigkeit mehr das ausdrückt, was ich eben versucht habe zu beschreiben. Wahrhaftigkeit ist für mich, wenn wir es schaffen, unsere Umstände im aktuellen Augenblick mit Herz und Geist wahrzunehmen. Kennt ihr das auch: Ihr seid in einer bestimmten Situation und wisst nicht so recht weiter. Dann fängt der Kopf an darüber nachzudenken, die Situation von 1.000 Seiten zu analysieren und irgendwann seid ihr so in Gedanken verstrickt, dass ihr die Situation nicht mehr fühlt. Stattdessen lenkt sie eure Gefühle und es fühlt sich hart, stressig und irgendwie verworren an.

 

Wir leben in einer Welt aus unendlich vielen Geschichten.

 

Was dabei helfen kann, ist zu Anfang einer solchen Situation einfach mal still zu stehen und sich die Hand auf das Herz zu legen. Wenn ihr die Wärme des Herzens in der Hand spürt, atmet bewusst in die Hand über der Brust. Tief und fest. Verbindet Euch mit Eurem Herzen und erlaubt ihm, sich zu öffnen und euch Antworten aus einer ganz anderen Ebene zu geben. Wenn unser Herz offen ist, fühlen wir, wie es uns in einer Situation geht. Wir merken auch, wo unsere eigene Geschichte beginnt. Das hilft, die eigene Geschichte und ihre Grenzen zu fühlen. So merken wir etwas, das dem rationalen Geist oft verborgen bleibt: Dass wir in einer Welt aus unendlich vielen Geschichten leben. Jeder Mensch und jedes Wesen hat eine Geschichte. In Augenblicken der verworrenen Gedanken fällt es uns oft schwer abzugrenzen, wo unsere Geschichte aufhört und die eines anderen Menschen anfängt. Das steigert die Komplexität, aber vor allem auch die Möglichkeit, eigene, verworrene Situationen aufzulösen. Denn oft kommen wir vom 100-ste ins 1000-ste. Ein Gefühl der Ohnmacht schleicht sich ein, denn plötzlich müssen wir nicht mehr nur unsere Probleme lösen, sondern zudem die vieler Mitmenschen. Deine Geschichte entsteht aber bei Dir. Sie erwächst vielmehr aus Deinem tiefen Inneren und Deinem Herzen, als aus dem Geist und der Ratio.  Darum bin ich fest überzeugt, dass beim Herzen die Wahrhaftigkeit beginnt. Denn das Herz kann mehr als fühlen. Es kann lieben.

 

Denn das Herz kann mehr als fühlen. Es kann lieben.

 

Liebe liebt komplett

 

Liebe ist so ein großes Wort. Es wurde schon so oft interpretiert. Heute und hier möchte ich die Liebe mit der Wahrhaftigeit zusammen führen. Wer komplett, bedingungslos und in jedem Moment wieder liebt, findet in der Liebe und seinem Herz die Fähigkeit, wahrhaftig wahrzunehmen, wer er ist und wer sein Gegenüber ist.

 

Wer komplett, bedingungslos und in jedem Moment wieder liebt, findet in der Liebe und seinem Herz die Fähigkeit, wahrhaftig wahrzunehmen, wer er ist und wer sein Gegenüber ist.

 

In diesem Moment hört der Wunsch geliebt zu werden auf, weil man weiß: Ich bin geliebt. Ich liebe mich. Auch der Wunsch, eine bestimmte Geschichte nach bestimmten Regeln schreiben zu wollen endet. Was beginnt ist das wahrhafte Leben und Gestalten des eignen Ichs. Das ist auch der Beginn der Wahrhaftigkeit jeder Art von Leben und Existenz, die uns auf unserem Weg begegnet. Wenn wir den anderen Menschen voller Liebe begegnen, sehen wir sie und erlauben ihnen wahrhaft sie selbst zu sein.

 

Die Zeit über die Jahre – eine Zeit des Neubeginns

 

Doch kurz einen Schritt zurück. Wisst Ihr eigentlich wofür Weihnachten steht? Es steht für den Neuanfang, in welcher die Dunkelheit in das Licht übergeht. Kurz vor Weihnachten, am 21.12. erleben wir die längste Nacht des Jahres – symbolisch die dunkelste Nacht des Jahres. Gleichzeitig läutet diese Nacht auch den Beginn der längeren Tage ein. In heidnischen Traditionen steht die Dunkelheit für das Weibliche, ebenso in den alten nordischen Sagen und in der Philosophie des Yoga. Maria, die Mutter Jesu, kann also als Symbol für die Dunkelheit interpretiert werden, die einem Ende entgegen geht. Dabei ist es mir wichtig zu betonen, dass die Dunkelheit nicht immer als etwas Schlimmes angesehen wurde. Sie wurde, ganz im Gegenteil mit der Erde, dem Entstehen von Leben und der Erneuerung aus dem Inneren heraus assoziiert. Am 24.12. kommt nun neues Leben und Licht in die Welt, welches von dem Christkind oder auch dem Männlichen dargestellt wird. Das kleine Jesuskind ist also unser Hinweis auf die Chance aus der Dunkelheit – der Erde und dem Weiblichen – etwas Neues voller Licht entstehen zu lassen. Es braucht im Grunde beides, Licht und Schatten, männliche und weibliche Kraft. Ich bin überzeugt, dass auch wir alle beides – also Licht und Schatten in uns tragen. Jede dieser Aspekte trägt uns und macht uns zu einem ganzen Wesen. Manchmal birgt die eine Seite mehr Antworten in unserem Leben, manchmal die andere. Dabei ist es mir ganz wichtig zu betonen, dass sowohl in Licht wie auch im Schatten Antworten für uns stecken.

 

Manifestieren und Wünsche wahr werden lassen

 

Damit wären wir wieder bei der Wahrhaftigkeit, mit der alles angefangen hat. Mir war es so wichtig mit Euch über Wahrhaftigkeit zu sprechen, weil sie für mich wie ein wichtiger Begleiter für das Jahr 2019 erscheint. Die Wahrhaftigkeit, die wir uns erlauben aus dem Herzen heraus zu fühlen, wird uns immer wieder helfen, uns selbst zu erkennen.

 

Tipp 1: Lass die Wahrhaftigkeit zu Deinem Wegweiser werden

 

Die Wahrhaftigkeit wird Dir bewusst machen, wann Du Dich in Situationen verlierst und nur noch ein Schauspieler in Deinem Leben bist, um anderen zu gefallen. Denn in diesen Momenten wird Dein Herz sagen: Hier ist etwas falsch. Das fühlt sich nicht gut an. Ich habe das Gefühl, nicht in diese Situation und an diesen Ort zu gehören. Vertraue auf diese Stimme! Doch bevor Du aus diesen Situationen heraus gehst, schau darauf und frage Dich, wo in der Situation die Botschaft für Dich ist, die Dich auf Deinem Weg begleitet. Das kann eine Frage sein, oder eine bestimmte Persönlichkeit im Raum oder ein Schmerz, den Du empfindest. Meistens stecken die größten Botschaften der Wahrhaftigkeiten in den Persönlichkeiten und Momenten, die Dich am meisten ärgern oder Energie kosten.

 

Tipp 2: Wahrhaftigkeit hilft Dir Deine von den Geschichten der anderen zu unterscheiden

 

Wahrhaftigkeit kann Dir auch helfen wahrzunehmen, in welche Lebensgeschichten Du Dich gerade verlierst. Wenn Du voller Liebe und mit einem ehrlichen Herzen durch die Welt gehst, wirst Du manchmal das Gefühl haben, an den Geschichten anderer zu verzweifeln. Du wirst das Gefühl haben, ihnen in schweren Situationen helfen zu müssen und voller Empathie in manchen Momenten ihre Geschichte zu Deiner machen. Oft merken wir das nicht. Wir fühlen uns müde und abgeschlagen. Wir verlieren schnell die Geduld  und uns selbst in Umständen, für die wir keine Lösung haben. All das ist ein Zeichen, dass Du Dich gerade in einer Geschichte verlierst, die nicht in Einklang mit Deinem Herzen ist. Versuche hier ganz bewusst eine Meta-Perspektive einzunehmen und die Geschichten jeder einzelnen Person zu sehen. Bringe sie in Kontext. Betrachte die Historien und Lebensläufen der Menschen. Fühle mit Deinem Herzen, ob die Geschichten der anderen wirklich Deine Geschichten sein müssen. Wenn Dein Herz „nein“ sagt, darfst Du aus diesen Geschichten heraus gehen. Das heißt nicht, dass Du den anderen Menschen kein Freund mehr bist. Meistens bist Du dann sogar ein besserer Freund, weil Du nicht mehr urteilst, sondern Neutralität und Weite einbringst.

 

Wahrhaft leben und handeln ist nichts anderes als Du selbst zu sein.

 

Tipp 3: Wahrhaftig leben heißt ganz Du sein

 

Wahrhaft leben und handeln ist nichts anderes als Du selbst zu sein. Wer aus dem Herzen heraus durch sein Leben schreitet, vertraut auf seine Intentionen und auf die Sprache des Herzens. So ist Wahrhaftigkeit letztlich nichts anderes als Authentizität. Es ist auch eine Befreiung von vielen Fragen, die uns oft im Alltag befallen. Diese Fragen wie: War ich gerade zu unfreundlich, zu ungeduldig, zu schlecht gelaunt, zu wenig dies, zu viel das. Vielleicht kennst Du das? 

Wenn ich in einer Situation bin, die sich nicht ganz rund anfühlt, habe ich oft das Gefühl energetisch leer zu werden. Wenn ich das rechtzeitig merke, ist das super. Aber manchmal merke ich es erst zu spät und werde dann launisch, müde und wenig belastbar. Ich merke immer öfter, dass dies Situationen und Momente sind, in welchen ich nicht Ich sein kann. Ich kontrolliere dann, was ich sage, wie ich mich verhalte, bin unsicher über meine Gesten und ja, fange an, andere ebenso kritisch wie mich selbst zu betrachten. Positiv betrachtet sind das alles Warnsignale dafür, nicht authentisch und wahrhaftig zu sein.

Wenn es Dir also so geht, ziehe Dich in Dich selbst zurück. Atme ein paar Mal fest in Deinen Bauch, fühle in Deine Brust und wenn das alles nichts hilft, stell Dir vor, dass um Dich herum eine helle Wolke entsteht, die Dich hält und festigt.

 

Wahrhaftigkeit ist Ehrlichkeit, Du-sein, Echt-sein und ein Abschied von Vortäuschen, von erzwingen und von Urteilen.

 

Ich möchte Dir aus dem Grunde meines Herzens sagen: Du hast es Dir verdient ein wahrhaftes Leben zu führen und Dein echtestes, ehrlichstes und authentischstes Leben in diesem neuen Jahr zu manifestieren. Du hast es Dir in jedem Augenblick, an jedem Tag und in jedem weiteren Monat verdient.

 

Lass mich kurz zusammenfassen:

  1. Wahrhaftigkeit spürst Du mit dem Herzen. Erlaube Deinem Herz Dir zu sagen, wenn sich etwas nicht gut anfühlt und versuche dann Abstand zu diesen Situationen zu gewinnen.

  2. Dabei kann es auch helfen, aus der Vogelperspektive zu prüfen, was genau Deine Geschichte ist und welche die Geschichte anderer Menschen.

  3. Du kannst bewusst entscheiden, Deine Geschichte zu leben und so manchmal anderen auch mehr auf ihrem Weg helfen. Komme in Momenten, die sich nicht echt, ermüdend und schwer anfühlen, immer wieder zu Dir selbst zurück.

 

Schön, dass es Dich gibt.

 

Auf bald,

Deine Martina

 

 

Hier geht es zum Podcast!

 

Und hier gibt es eine Meditation zur Verbindung mit Deinem Herzen.

 

 

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