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Die Kraft neuer Wege (Podcast LebensLiebe, Folge 23)

October 23, 2018

 

 

Wie schön, dass Du da bist.

 

Im letzten Blog und Podcast ging es um Heilen und der Chance in unsere eigene Kraft zu treten. Wer heilt, sieht auch neue Wege für sein Leben. Auf dem Weg des Heilens steigen aber auch oft Themen auf, die wir längst als geklärt gedacht hatten. Diese Themen können zu Stolpersteinen werden. Ein Thema, das mich schon sehr lange begleitet und das ich eigentlich als geklärt gedacht hätte, ist das Gefühl klein und unbedeutend zu sein. Genau darüber möchte ich heute in diesem Blog über neue Wege sprechen. Wir werden uns anschauen, wie man erkennt auf einem neuen Weg zu sein, in welcher Form sich Hindernisse präsentieren und wie wichtig eine Balance aus Liebe und Selbstliebe ist, um sich groß statt klein zu fühlen.

 

Vielleicht kennst Du das auch? Du läufst durch Dein Leben und kommst immer wieder an Punkte der Unsicherheit? Gerade auf neuen Wegen sind diese Unsicherheiten oft präsent. Sie kommen vielleicht in Meetings, in welchen Du einen wertvollen Beitrag zu einer Diskussion leisten könntest, Dich aber doch zurückhältst, weil Du nicht weißt, wann Du in die Diskussion einsteigen kannst.

 

Fällt Dir jetzt gerade ein Moment ein, in dem Du Dich in letzter Zeit klein, unbedeutend und verloren gefühlt hast? Wie ist es Dir dabei gegangen? Was ist in Dir passiert?

 

Lass uns kurz gemeinsam innehalten und zu diesem Moment zurück gehen. Ich halte Deine Hand und wir schauen einfach zusammen auf die Situation. Gemeinsam. Du bist nicht allein.

 

Sich klein fühlen

 

Das versuche ich mir auch immer wieder selbst zu sagen, wenn ich mich plötzlich so schrecklich klein, verloren und unbedeutend fühle. In den vergangenen Wochen war ich oft erstaunt und verängstigt darüber, wie viel Macht dieses Gefühl des Klein-Seins über mich hat. Keine Sorge. Das wird kein Blog in dem Du mit mir Mitleid haben sollst. Ich versuche nur darzustellen, wie wir immer wieder an Punkte im Leben kommen, an welchen wir zweifeln und uns selbst fragen, ob der Weg, den wir begangen haben, der Richtige ist.

 

Diese Fragezeichen und Punkte der Unsicherheit verstärken sich gerade dann, wenn man Wege beschreitet, für die es keine vorgezeichneten Bahnen gibt. Man kann sich an solchen Abzweigungen eigentlich nur auf das Gefühl, die Intuition und die Schmetterlinge im Bauch verlassen, die hüpfen, wenn man den Ausblick auf den neuen Pfad betrachtet.

 

"Doch was sind eigentlich Kennzeichen dafür,

auf einem neuen Weg zu sein?"

 

Unbekannte Pfade beschreiten

 

In meinen Blogs ging es bisher viel um Erfüllung, Purpose und darum, den eigenen Weg zu gehen. Lasst uns darum darauf schauen, was diesen eigenen, vielleicht auch unbekannten Weg beschreibt. Was denkst Du? Was fällt Dir gerade ein? Bist Du vielleicht selbst einen Weg gegangen, der für Dich komplett neu und unbeschrieben war?

 

Für mich hat dieser neue Weg zunächst ganz viele, wundervolle Abenteuer ermöglicht. Kennst Du das Buch „Der Alchemist“ von Paolo Coelho? Darin sagt der Autor, dass am Anfang jedes Abenteuer beflügelt ist. Das kann ich absolut bestätigen. Am Anfang dieser Reise haben sich Türen geöffnet, an die ich nie gedacht hätte. Da war ein Zauber, der mir ganz viel Optimismus und Mut zugesprochen hat, diesen Weg zu gehen.

Da war ich also auf diesem neuen und unbekannten Weg und wollte ihn voller Freude, aber auch ein wenig Ungeduld gehen. Ich wollte am liebsten alles sofort machen. Der Mensch, der Achtsamkeit promoted, tendiert dennoch dazu, die Achtsamkeit gegenüber sich selbst zu vernachlässigen.

 

Das bringt mich auch zu meinem ersten Tipp heute.

 

Tipp 1: Teile Dir Deine Kräfte ein

 

Wenn Du Dich auf neue Pfade begibst, versuche diese Pfade Schritt für Schritt zu gehen. Gib Dir immer wieder Zeit für Pausen, dafür auf Dich zu achten und Dir bewusst zu machen, wie viele Erfolge du bereits feiern kannst. Feiere die Erfolge in Deinem Geist und versuche die Energie, die durch diese Freude entsteht auch ein wenig zu speichern. Erlaube Dir Tage, in welchen Du keine 120 % gibst, sondern auch mal mit ein wenig Langsamkeit deine Aufgaben angehst.

 

Neue Wege bergen auch Herausforderungen in sich. Kennzeichen dafür auf einem neuen Weg zu sein, sind für mich folgende:

 

  1. Menschen hinterfragen zunehmend mehr, was du eigentlich machst.

Ganz oft nach meiner Entscheidung, meinen festen Job aufzugeben, wurde ich gefragt: Was ich denn nun eigentlich tue. Je tiefer mein Co-Founder und ich in den Entwicklungsprozess unseres Unternehmens eingetaucht sind, desto mehr Menschen haben wir mit unseren Erklärungen verloren. Man würde meinen, dass ein tiefes Befassen mit einem bestimmten Thema zu mehr Klarheit führt. Rückblickend aber kann ich sagen, dem war zunächst nicht so. Denn wir haben unsere Themenbereiche nicht nur in aller Tiefe aufgearbeitet, sondern uns auch viel damit befasst, welche Werte hinter unserem Unternehmen stehen, wie wir zusammenarbeiten möchten und welche Bedarfe wir am Markt sehen. Aus diesen Betrachtungen sind Lösungsansätze für unser Unternehmen entstanden. Viele dieser Lösungsansätze waren allerdings sehr abstrakt und für Menschen von außen nur schwer greifbar. Da ich zu diesem Zeitpunkt aber selbst so tief in der Thematik drin steckte, habe ich oft nicht verstanden, warum andere unsere Ansätze nicht verstehen.

Mit dem Abstand der Monate dazwischen muss ich fast ein wenig schmunzeln. Zu dieser Zeit ist mir viel Kritik begegnet, aber auch ehrliche Fragezeichen in den Augen meiner Gegenüber. Heute kann ich das besser einordnen. Wir haben eben unsere Zeit gebraucht haben, aus den abstrakten Erkenntnissen klare Ableitungen für nützliche Methoden und Tools zu entwickeln, die wir in unserem Business nutzen könnten. Gleichzeitig gab es am Markt wenig Orientierungspunkte und Blaupausen, die wir in leichten Abwandlungen für uns hätten nutzen können.

Ich glaube, eben das ist ein Zeichen dafür sich auf einem neuen Weg zu befinden – wenn man zunehmend weniger vorgezeichnete Schablonen für das eigene Tun findet und sich die Zeit nehmen muss, seine eigene Rahmenbedingungen und Orientierungspunkte zu entwickeln.

 

"Wenn Du zunehmend weniger Schablonen findest, bist Du auf Deinem neuen Pfad."

 

Tipp 2: Habe den Mut Deine eigenen Maßstäbe und Rahmen zu entwickeln.

 

Wie Du das tun kannst: Schreib Dir auf, was Dir wirklich wichtig ist und wie Du diese wichtigen Dinge in Deinem Leben wahr machen kannst. Das müssen keine großen Schritte sein. Vielleicht sind es auch nur kleine Gesten, die Du in Deinen Alltag integrierst.

 

  1. Mögliche Kunden verstehen, dass sie dein Angebot brauchen, aber nicht, wie genau sie es nutzen können.

Damit hörte unser Weg als junges Startup und mein Weg der Verunsicherung aber nicht auf. Nach tiefen Entwicklungs- und Reflexionsphasen beschloss ich, mit den neuen Ideen und Gedanken mehr nach außen zu treten und mit möglichen Kunden und Partnern in Kontakt zu kommen. Auf Events und Konferenzen merkte ich immer wieder, wie bedeutend unser Angebot aus Bewusstsein, Innovation und Führung für den Markt ist. Ich sprach mit Innovationsmanagern, die ratlos im Umgang mit neuen Herausforderungen waren. Ich unterhielt mich mit Referatsleitern, die nicht genau wussten, wie sie Veränderungsfreude in ihren Unternehmen kultivieren könnten. Ich begegnete jungen Unternehmern, die sich für die Ausgestaltung ihres Unternehmenspurpose interessierten, aber sich bisher wenig Zeit genommen hatten, über ihren persönlichen Purpose nachzudenken. Über allem stand immer wieder die Frage, wie man mehr Achtsamkeit ins Unternehmen bringen kann.

In derartigen Gesprächen bekam ich sehr viel Bestätigung für den Ansatz, den ich verfolge. Doch gleichzeitig schien ich die Menschen zu verlieren, wenn ich ihnen unsere Lösungen vorstellte. Heute denke ich, viele Menschen – gerade in Organisationen – waren nicht bereit, meine abstrakten Lösungen zu hören. Vielleicht ist es auch so, dass viele von uns wissen, dass eine Veränderung und Öffnung diesbezüglich im Arbeitsbereich unglaublich wichtig wären. Wenn sie aber hören, dass Veränderung, Bewusstsein und Präsenz beim ich anfangen, treten sie lieber weg, als sich noch eine weitere Aufgabe aufzubürden. Letztlich würde ich auch behaupten, der Weg vom Abstrakten zum Greifbaren ist auch der Weg, die richtigen Worte für die richtigen Probleme zu finden und diese mit Selbstbewusstsein zu vertreten. Gerade dieses Selbstbewusstsein aber entsteht – zumindest für mich – mehr, je länger ich tue was ich tue. Wenn Du also mit möglichen Kunden sprichst und noch nicht ganz die richtigen Worte für dein Business Model findest, kann das auch eine Bestätigung für Deinen neuen Weg sein.

 

"Gib Dir die Zeit zu wachsen." 

 

Tipp 3: Gib Dir Zeit zu wachsen.

 

Veränderung kommt über die Zeit und ergibt sich in kleinen bewussten Schritten. Wenn Du das Gefühl hast, der Weg, der vor Dir liegt, bringt Schönheit, Glück und Leuchten in Dein Leben, weiß Du, Du bist genau auf Deinem Weg. Gib Dir die Zeit ihn zu geniessen.

 

3. Du zweifelst an dir und dem Weg, den Du beschritten hast.

 

Unsicherheiten gehören auf neuen Wegen mit dazu. Die Frage ist nur, wie man damit umgeht und wie viel Raum man ihnen gibt. In den vergangenen Wochen habe ich sehr viel gearbeitet und mir wenig Zeit für mich genommen. Ich habe etwas gelernt, das ich in Theorie zwar wusste, aber im Wirbel der vielen ToDo’s vergessen habe: Auch erfülltes Tun kostet Kraft. Wer voller Erfüllung jeden Tag seine Aufgaben startet, ist sehr fokussiert und geht ganz in dem auf, was er tut. Doch bei der Gründung eines neuen Unternehmens fallen sehr viele Aufgaben gleichzeitig an. Oft hat man das Gefühl, die Zeit reicht nicht für alles, was man tut.

Diese Erfahrungen macht man nicht nur in einer Gründungsphase, sondern auch im ganz normalen Leben. Es gibt Phasen, in welchen die Aufgaben uns mehr dirigieren, als die Liebe für uns selbst.

Obwohl ich in dieser Phase weiter regelmäßig meditiert habe und bewusst weiter die Werte, die für mich Achtsamkeit ausmachen, gelebt habe, haben doch auch Dinge Raum eingenommen, die nicht wirklich gut für mich waren. Zum einen gab es einen Menschen, der mich wiederholt bewusst sehr verletzt hat. Das hat mich tief an mir selbst zweifeln lassen.  Zum anderen gab es ein paar Absagen und Rückschläge, die in mich bezüglich des Unternehmens und unseres Angebots verunsichert haben. Jetzt würde ich mir selbst sagen: Unsicherheiten sind normal – und wenn man ihnen zu viel Raum gibt, verstärken sie sich auch mal gegenseitig. Doch vielleicht kennt ihr das auch: Eines kommt zum anderen, der Kopf ist voller Aufgaben und man vergisst sich so ein bisschen selbst.

Somit können wir vermutlich auf festhalten: Unsicherheiten sind Teil neuer Wege. Wir sollten ihnen nur ganz bewusst wenig Raum einräumen. Da kann es schon helfen, mit anderen darüber zu sprechen und sich eine neue Perspektive auf die Dinge einzuholen.

 

"Gib den Unsicherheiten keinen Raum."

 

Tipp 4:  Richte Deine Energie auf das, was Dich zum Leuchten bringt

 

Auf neuen Wegen wird es Menschen geben, die Dich nicht verstehen. Es wird solche geben, die Dein Leuchten und Deine Freude mit Neid erfüllt. Es wird solche geben, die ebenso gerne ihren Weg gehen würden, aber noch nicht bereit sind es zu tun. Lass Dich nicht von ihnen aufhalten. Richte Deinen Fokus auf Deinen Weg, anstatt Deine Energie an diese Menschen zu verlieren und halte Dir immer wieder ein Motto vor Augen: Where the focus goes, energy flows.

 

Tipp 5: Unsicherheiten sind Teil neuer Wege.

 

Schau Dir Unsicherheiten immer wieder an und frage Dich ganz bewusst: Wie viel Raum gebe ich diesen Unsicherheiten? Wie sehr bestimmen sie mein Handeln und Tun? Tut mir das gut? Besprich diese Fragen auch gerne mit einem Freund oder einem Vertrauten und gibt Dir die Chance, eine neue Perspektive einzunehmen.

 

"Where the focus goes, energy flows."

 

Im Leben geht es um Balance

 

Mir helfen diese Gespräche immer sehr, meinen Blick auf mich selbst zu verändern. Manchmal wünsche ich mir auch bewusst vom Universum, mir einen ehrlichen und liebevollen Gesprächspartner zu schicken, der mir auf meinem Weg ein Stück weiter hilft. Diese kleinen Engel kommen dann in ganz unterschiedlichen, unerwarteten Momenten und schenken mir ganz neue Gedanken. Oft sind wir uns über diese Engel gar nicht so bewusst und überhören ihre Botschaften. Je mehr wir lernen, hinzuhören, desto mehr lernen wir auch über uns selbst.

 

Wir alle dürfen den Weg des Spiritual Warriors gehen, der bewusst und mit Liebe, Mitgefühl und Freundlichkeit auf seinen Pfaden wandert. Doch er steht auch für seine Wünsche und Intuitionen ein. Das tut er nicht durch harte Verteidigungstaktiken, Bosheit und Zorn, sondern durch ein Bewusstsein über die Bedeutung seiner Träume. Er drückt Mitgefühl aus, in dem er auch anderen sagt, wann sie zu weit gehen. Und er lebt Freundlichkeit, in dem er sich zurück zieht und auf seine Wege fokussiert, wenn es die Zeit erfordert. Das ist kein Egoismus, sondern eine liebevolle Art, sich um sich selbst zu kümmern, wenn es nötig ist. Daraus entsteht wahre Größe, die sich auch einem authentischen Ich und einem bewussten Leben von Liebe und Mitgefühl für sich und andere ergibt.

 

"Wir alle dürfen den Weg des Spiritual Warriors voller Mitgefühl, Freundlichkeit und Bestimmtheit gehen."

 

Tipp 6: Du darfst Dich selbst lieben

 

Manchmal ist unser Herz ganz weit offen und wir sind uns darüber gar nicht bewusst. Das sind Momente, in welchen alle Emotionen aus unserer Umgebung auf uns einprasseln und wir das Gefühl haben, nicht mehr filtern zu können. Wenn Du das merkst, erlaube Dir, Dich zurück zu ziehen und Dein Herz ganz auf Dich richten. Nimm Dich dann einfach mal in den Arm. Wickle Dich dabei evtl. in eine kuschelige Decke, umarme Dich selbst und flüstere Dir ein paar Mal zu: Ich liebe Dich so wie Du bist. Du bist ein einzigartiges Geschenk an die Welt. Dein Erfolg und Dein Leuchten sind unaufhaltbar. Du bist wundervoll.

 

Ich danke Dir von ganzem Herzen, dass Du heute Teil dieses Podcasts zu neuen Wegen warst. Egal wo Du gerade in Deinem Leben stehst – ob Du schon den neuen Weg gehst oder erst dabei bist, herauszufinden, wohin es Dich zieht, höre nie auf Dir Mut zuzusprechen. Denn Du hast alles, was Du brauchst, um die Unsicherheiten zu überwinden, bereits in Dir. Und es ist vollkommen okay, Deinen Weg in kleineren und größeren Schritten zu gehen.

 

Lass mich nochmal kurz zusammenfassen, was wir uns heute angeschaut haben:

 

  1. Wer auf seinem eigenen Weg ist, hat manchmal das Gefühl, dass Unsicherheiten die Überhand gewinnen. Das passiert und ist ganz normal. Wichtig ist nur, dass Du Dir die Zeit gibst, wieder Perspektive zu gewinnen.

  2. Neue Perspektiven kommen oft von Menschen, die Dir ihr Herz schenken. Höre ihnen zu und erlaube Dir selbst, Dich aus ihren Augen zu sehen.

  3. Gehe Deinen Weg mit Geduld und auch mal in kleinen Schritten. Geniesse ihn.

  4. Liebe fängt mit Selbstliebe an. Gönne Dir immer wieder Momente mit Dir und all Deinen wunderbaren Facetten.

 

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen einen wundervollen restlichen Tag.

 

Love and light***

Deine Martina

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