blog lebensliebe

Träume deinen Traum (LebensLiebe Folge 4)

January 16, 2018

 

 In diesem Blog geht es darum…

 

… wie Du mit Tagträumen kreativer wirst

… wie Du Deine Ängste wertfrei betrachtest und ziehen lässt

… wie Du der wilden Energie Deines Herzens begegnest.

 

An erster Stelle spricht man Träume in unserer erwachsenen Welt Kindern zu. Wie oft hören wir noch jemand sagen: I have a dream! wie einst Martin Luther King. Mit seinem Traum hat er die Welt verändert. Er hat es geschafft, Menschen, die in Unterdrückung und einer Welt der Rassentrennung gelebt haben, einen Traum von Gleichstellung in all ihren Lebensbereichen zu geben. Noch heute wird eine radikale gesellschaftliche Veränderung mit einem Satz assoziiert wird: I have a dream.

 

Was ist dein Traum? 

 

Träume sind eine Art von Zauber, die uns zu einem Raum führen, in dem alles möglich ist.

 

Wie oft haben wir aber als Kind gehört: Hör doch mal auf zu träumen!

In der Schule war dieser Satz an der Tagesordnung. Meine Lehrer haben mich leider nie aufgefordert zu Träumen und über die Grenzen von Form und Logik hinaus zu gehen. Dabei ist es doch das schönste überhaupt in Gedanken um die ganze Welt zu fliegen und der Phantasie keine Grenzen zu setzen. Alles wird möglich. Du kannst alles sein.

 

Vor Kurzem habe ich den Film „The Greatest Showman“ gesehen. Auf der Leinwand waren so viele Wünsche, aber scheinbar auch so viele Grenzen. Da war dieser arme Junge, der wusste, er war ein Entertainer, der die Menschen unterhalten und glücklich machen wollte. Er verlor seinen Vater, lebte auf den Straßen, wurde zu einem kleinen Dieb, um essen zu können und doch: Irgendwann heiratete er seine große Liebe und baute mit ihr zusammen einen Zirkus auf. In seinem Zirkus traten „menschliche Kuriositäten“ auf – also Menschen, die anders aussahen, als es die Gesellschaft als normal erachten wollte. Er gab dem Großwüchsigen und dem Kleinwüchsigen eine Bühne, lud die Frau mit dem Bart ein, die Welt mit ihrer Stimme zu verzaubern und zeigte dem jungen Mann aus guter Familie, wie sich das Glück im Job als ‚Showmaster’ anfühlt. Wohlgemerkt Showmaster gab es damals noch nicht. Wer etwas auf sich hielt, ging ins Theater, nicht in den Zirkus.

Warum hat mich denn nun dieser Film fasziniert: Weil ich am Schluss einfach glücklich weinen musste.

 

Glaube an deine Träume

 

Der Film erinnerte mich an etwas, das ich schon sehr lange sage: Glaube an deine Träume. Wenn du es dir vorstellen kannst, dann ist es auch möglich. Wir leben leider in einer Gesellschaft, die Träume der Kindheit zu schreibt. Schon das Wort „träumen“ wird eher mit Naivität und Zeitvertreib verbunden. Dabei gibt es sogar neurowissenschaftliche Erkenntnisse darüber, wie viele Neuronen aktiv sind, wenn wir nur ein paar Minuten lang „Tagträumen“. Statt kontrollierter Gedanken passieren dann kreative Ideen, bunte Bilder oder vielleicht auch ganz abstrakte Dinge durch das Unterbewusstsein.

Den Lehrern, die uns einst vermittelt haben, wir sollten nicht Tagträumen, könnten wir heute zurück geben: „Eigentlich ist unser Gehirn beim Träumen richtig aktiv. Wir kontrollieren nur die Gedanken nicht und schaffen so Raum für Phantasie und Möglichkeit, die wir sonst unter dem kontrollierten und fokussierten Denken erdrücken.“

Diesen Studien zeigen auch, dass durch Tagträumereien Potential für kreative Lösungen entstehen. Wir leben in einem Zeitalter, in dem ständig alle von Innovation, Digitalisierung und Veränderung sprechen. Im Innovationsmanagement werden unzählige strukturierte Prozesse angewandt werden, um Mitarbeiter kreativer werden zu lassen. Gleichzeitig wird ihnen erzählt: Denkt „out of the box“, seid kreativ und versucht euch Ideen zu Geschäftsmodellen o.ä. zu überlegen, die nichts mit eurem Arbeitsalltag zu tun haben.

 

Wie wäre es denn, einfach mal zu sagen: Lasst uns alle eine Stunde Tagträumen. Nachweislich führt das zu kreativen Lösungsansätzen für komplexe Problemstellungen. Das muss nicht heißen, dass wir heute direkt eine Lösung finden. Aber vielleicht kommen wir den Lösungen durch ein wenig Verrücktsein näher.

 

Tagträumen fördert die Kreativität. Wer träumt, schaltet nicht direkt ab. Das Gehirn ist noch immer aktiv, betritt aber ganz neues Terrain von Offenheit und Kreativität das weit über das logische Denken hinausgeht.

 

Tipp 1: Gib dir Zeit zum Tagträumen!

 

Wie das geht? Vielleicht fährst du am Morgen mit der Bahn oder dem Bus zu Arbeit? Dann lege bewusst dein Handy weg und lass deine Träume kommen. Oder statt am Abend eine Netflix Folge zu schauen, gib dir noch ein paar Minuten Tagträumerei und lass dich überraschen.

 

Von großen Träumern lernen

 

Es gibt ein schönes Zitat von Steve Jobs: “Each dream you leave behind is a part of the future that no longer exists.“ — „Jeder Traum, den du hinter dir lässt, ist ein Teil der Zukunft der niemals existieren wird.“

Große Worte von einem großen Träumer, der so vieles wahrgemacht hat. Ein Mann, der vom simplen Design eines Computers geträumt hat, den jedermann nutzen sollte – und wie viele von uns nutzen heute ein MacBook? Auch ein Mann, der behauptet hat, das das mit dem Internet verbundene Smartphones unsere Welt komplett verändern wird. Das hat es, richtig?

War Steve Jobs ein Träumer: Vielleicht. Hat er daran gearbeitet seine Träume zu verwirklichen: Bestimmt. Hat er es immer auf Basis der besten Werte getan: Das weiß ich nicht und die Stimmen darüber sind geteilt. Aber: Er hat geträumt. Viel mehr noch: Er war so mutig, sich gegen die Stimmen, die ihn als Träumer verurteilt haben, durch zu setzen und seinen Weg zu gehen.

Es gehört viel Mut dazu zu träumen. Träumen bedeutet anders zu denken und anders zu sein. Es bedeutet, den Status Quo zu hinterfragen und eher mal „nein“ als „ja“ zu sagen. Im Prinzip heißt träumen vielleicht sogar Konfrontation – auch mit Menschen, die man sehr gern hat. Denn gerade diese Menschen werden oft zu unseren ersten Kritikern, aber auch zu unseren größten Unterstützern, wenn wir sie mit unserer Leidenschaft begeistern können. Mut beginnt im Kleinen. Oder mit den Worten Hugh Jackmans - dem großen Showman: „No one ever made a difference by being like everyone else.“ — Keiner hat je einen Unterschied gemacht, in dem er einfach war wie jeder andere.“

 

Tipp 2: Schau dir deine Träume und die damit verbundenen Ängste an!

 

Schau dir selbst im Spiegel in die Augen und frage dich: Wovor habe ich eigentlich Angst? Was schüchtert mich ein? Wie viel Mut bräuchte ich, um meine Träume zu leben? Wenn dir die Ängste dann kommen, schreib sie in einfachen Stichpunkten auf. Bleib dabei neutral, werte nicht. Beschreibe, was du fühlst und siehst. Lass die Stichpunkte zwei bis drei Tage liegen und komm erst dann wieder darauf zurück. Du wirst merken: Emotionen sind nicht immer langfristig. Viele gehen schneller als wir denken.

 

Wunderst du dich noch?

 

John O’Donohue – ein irischer Poet und Philosoph – hat gesagt, um seinen Träumen zu begegnen, braucht es das „wundern“. Man muss sich wundern und sich durch die kleinen Wunder auf dieser Erde mitreißen lassen. Als Kinder waren wir darin richtig gut. Ich erinnere mich, wie viel Faszination ein kleiner Bach in mir ausgelöst hat, den ich mir als reißenden Wildbach vorgestellt habe. Wir alle haben bestimmte Arten die Magie in der Welt zu entdecken, bunte Farben zu sehen, wo andere nur eine graue Wand sehen oder ein Glitzern im Regen zu entdecken, das anderen Augen verborgen bleibt.

John O`Donahue meint, es gibt zwei verschiedene Arten zu denken und die Welt zu bewerten. Zum einen gibt es das logische Denken, das basiert auf Gesetzen, Weltvorstellungen und Grenzen. Es limitiert unsere Phantasie und Offenheit. Dann gibt es noch das Denken mit „wonder“ – ich nenne es mal das ‚wundervolle Denken’. Dieses wundervolle Denken geht viel weiter: Es ist – so O’Donohue – die verwunderte Begeisterung über Kleinigkeiten wie unsere eigene Existenz, unsere wilden Energien und ungebündelte Leidenschaften. Es ist die Verwunderung über die tiefen Hoffnungen, die wir alle in uns tragen. Doch oft lassen wir uns nicht genug auf dieses wundervolle Denken ein. Dabei fangen wir erst dann an, uns mit der Gefahr und Wildheit unserer eigenen Herzen auseinander zu setzen. 

 

Tipp 3: Lass dich auf die wilde Energie deines Herzens ein.

 

Vielleicht begegnest du ihr in einem Sturm, vielleicht an einem stillen Wildbach. Lass dich von der wilden Energie überraschen. Du weißt ja bereits, dass die kleinen Ängste, welche die Wildheit begleiten können, nicht ewig dauern müssen. 

 

Umarme deinen Traum

 

In anderen Worten: Finde deinen Traum. Gib dir die Chance, den einen Traum zu finden, der sich tief in deinem Inneren als deine Wahrheit im jetzigen Augenblick anfühlt. Denn nur du kannst dein Leben leben. Dein Leben ist ein wundervolles und einzigartiges Geschenk. Du kannst dieses Geschenk – diese Leinwand gestalten und so dein eigener Künstler werden. Dabei ist mir vollkommen klar, dass es nicht immer leicht ist größer zu träumen als andere denken. Noch schwerer ist es zu seinen eigenen Träumen und Visionen zu stehen. Aber ich glaube auch, es war nie leichter als heute aus Konventionen auszubrechen. Warum: Weil es heute billiger denn je ist, sein eigenes kleines Unternehmen auf die Beine zu stellen. Erstens: Du baust eine Webseite, testest deinen Prototypen und holst dir Feedback für deine Geschäftsidee. Zweitens: Du gehst online zu einer bestimmten Community oder einer Plattform und startest den Austausch. Drittens: Viele Menschen suchen nach Gleichgesinnten, um ihre Ideen zu verfolgen. Gerade diese Gleichgesinnten können oft zu wundervollen Unterstützern deiner Ideen werden.

 

Darum:  Träum groß. Träum deinen Traum. Träume ihn aus den Gründen, die sich für dich richtig anfühlen.

 

Tipp 4: Visualisiere deinen Traum!

 

Mein abschliessender Tipp für heute: Arbeite mit Visualisierung. Male dir deinen Traum bis ins kleinste Detail aus. Schliesse deine Augen und stell dir vor du bist schon inmitten deines Traums. Was siehst du? Wer umgibt dich? Wo bist du? Wie sieht der Himmel über dir aus? Wie sieht die Welt aus, die dich umgibt? Welche Menschen sind da? Wie reagieren sie auf dich? Wie reagierst du auf sie? Spürst du wie deine Energie anfängt zu sprühen? Dann bist du genau richtig! Lass deinen Traum wachsen.

 

Vertrau dir und deiner Vorstellungskraft. Sie wird dich zu deinen Träumen tragen und dich auch in schwierigen Zeiten beflügeln.

 

Hier noch eine kurze Zusammenfassung der heutigen Tipps:

 

Tipp 1: Gib dir Zeit zum Tagträumen.

Tipp 2: Begegne deinen Ängsten und halte sie auf Papier fest ohne zu urteilen.

Tipp 3: Lass dich auf die wilde Energie deines Herzens ein.

Tipp 4: Visualisiere deine Träume. Du bist dein eigener Künstler. Nutze deine Leinwand.

 

„Your soul knows the geography of your destiny. Your soul alone has the map of your future, therefore you can trust this indirect, oblique side of yourself. If you do, it will take you where you need to go, but more important it will teach you a kindness of rhythm in your journey.“

 

(John O’Donahue)

 

 

Ich bin dir sehr dankbar, dass du dir Zeit genommen hast, um mit mir gemeinsam zu träumen. Vielleicht können wir auch gemeinsam andere inspirieren, etwas mehr zu träumen.

 

Love and light***

Martina

 

 

Hier noch ein paar spannende Links:

 

Let your mind wander

Diverse Studien zu den positiven Effekten von Tagträumen.

 

John O’Donoue

 

Ein irischer Denker und Philosoph, der uns einlädt uns zu wundern und wundervolle Gedanken zu entdecken.

 

The Greatest Showman 

Ein wundervoller Film, der zum Träumen und Weinen einlädt.

 

Hier geht`s zum Podcast.

 

Please reload

Featured Posts

Lebenszeit - Jeder Tag ist ein Geschenk

December 4, 2018

1/9
Please reload

Recent Posts

December 4, 2018

Please reload

Archive